Florenz – die Stadt mit den kleinen Booten der “Sandarbeiter”, den “Aushebern vom Arno” besichtigen

Der Arno war früher das pulsierende Herz von Florenz. Seine Gewässer, noch nicht verschmutzt, wurden für den Transport, für die Fischerei, zum Baden, zum Spielen, zum Wäsche waschen oder zum Sport betreiben genutzt. Mit einigen größeren Booten konnte man sogar den Fluss bis nach Livorno befahren. Eine kulturelle Vereinigung, die hauptsächlich aus Ruderern besteht, hat sich entschlossen, diese Seele der Stadt wieder zu beleben und die antiken Boote, die von den “Sandarbeitern” benutzt wurden, Männer, die vor allem den Sand des Flussbettes bearbeitet haben, ins Leben zurück zu bringen. Heute ist es möglich diese besonderen Boote für faszinierende Ausflüge auf dem Fluß zu nutzen. Eine ungewöhnliche Aussicht, von der man Florenz, dass nicht so überlaufen ist, noch echt und poetisch, genießen kann. Ein anderes Florenz. Man fährt von Lungarno Diaz aus los und kommt unter den Uffizien, dem Corridoio Vasariano, der Ponte Vecchio vorbei und fährt bis zur Ponte alle Grazie. Bequem sitzt man im Boot und kann die Chiesa del Limbo, di S. Jacopo sopra Arno, die Pinte S. Trinita, den Palazzo Corsini und eine Reihe andere Palazzi bewundern. Die Fahrt dauert etwa 45 Minuten und geht etwas länger, wenn man wie es einem geraten wird, den Touristenführer hinzuzieht. Der Beruf des Sandarbeiters war sehr hart.
Die Sandarbeiter fuhren auf ihren bauchigen Booten, die etwa 8 Meter lang waren, auf denen sie den Sand, den sie aus dem Flußbett gehoben hatten, reinladeten. Die Boote gleiteten in den Gewässern des Arno und wurden von langen und schweren Stangen angestoßen; war das Boot vollgeladen, lagerten sie den Sand am Flussufer. Die Sandarbeiter waren besondere Leute. Oft waren sie rebellisch und anarchistisch. Während der Zeit des Faschismus waren viele Sandarbeiter Andersdenkende und
nutzten die Möglichkeit zu arbeiten, ohne gezwungen zu sein den Ausweis der faschistischen Partei zu haben. Dann hat die Industrialisierung und die Einführung der mechanischen Schwimmbagger den Untergang dieser Arbeit bestimmt.
Das Hochwasser 1966, dass auf einen Schlag die Boote mitriß, setzte definitiv den Schlusspunkt für diesen antiken Beruf. Aber der Fluß, der in seinem Zorn die Boote mitnahm hat sie auch beschützt, er hat sie unter dem Sand des Grundes aufbewahrt.
Tatsächlich können die Eichentafeln, die die Beplankung der Boote bildeten, nicht längere Zeit außerhalb des Wassers bleiben, ohne Risse und schwere Deformationen zu erleiden. Die Boote sind wie die Fische sagt man, sie sterben, wenn sie aus dem Wasser sind. Im Jahr 1995 entschloss sich die damals neu gegründete Vereinigung der “Renaioli”, sie aus dem Wasser zu bergen. Es wurden fünf Boote hochgeholt und komplett restauriert worden und fahren.
Die Wartungsarbeiten werden am Ufer des Arno gemacht, um die Transportwege möglichst kurz zu halten sowie die Zeit außerhalb des Wassers.

Vom 25. April bis 10. Oktober nach Bestellung an Tel.Nr. +39 347 7982 356
Fahrtdauer ca. 45 Minuten
Von 2 bis 5 Personen 100 Euro
Ab 5 Personen 20 Euro pro Person, Kinder bis 14 Jahre 10 Euro

www.renaioli.it

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