Die Teufelsbrücke von Borgo a Mozzano – Lucca

ponte[1]Nur 20 km von Lucca entfernt, in Borgo a Mozzano, im Herzen der Garfagnana, befindet sich die schöne mittelalterliche Brücke, mit großen Bögen und „Eselsrücken“ (= Brückenjoch) die wahrscheinlich im 11. Jahrhundert auf Wollen von Matilde di Canossa erbaut wurde. Die Brücke ist aus imposanten Bögen konstruiert und scheint der Schwerkraft zu trotzen und seit Jahrhunderten den Überschwemmungen des Serchio-Flusses zu widerstehen. Es heißt sie sei vom Teufel selbst gebaut worden. Als Ort der Feierlichkeiten an Allerheiligen wurde die Brücke in ganz Italien bekannt.

Ist sie wirklich vom Teufel gebaut, wie eine Legende erzählt? Man sagt, dass vor langer Zeit, an den Ufern des Flusses Serchio ein braver und geschätzter Baumeister gefragt wurde, die Brücke zu bauen. Der Mann fing sofort mit der Arbeit an. Aber bald schon wurde ihm klar, dass die Arbeit nicht mit der Schnelligkeit voran ging, die er seinen Landsleuten versprochen hatte. Und da er ein pünktlicher und ehrlicher Mann war, der seine Verpflichtungen einhielt, verzweifelte er zutiefst. Der Mann begann, Tag und Nacht zu arbeiten, aber die Arbeit nahm kein Ende und die Tage vergingen sehr schnell.

Als er eines Abends allein an den Ufern des Flusses saß und an die Scham und Schande dachte, die Brücke nicht rechtzeitig fertig bauen zu können, erschien ihm der Teufel in Verkleidungen eines ansehnlichen Kaufmannes.

Der Teufel ging auf den Baumeister zu und sagte ihm, dass es ihm gelingen könnte, die Brücke in nur einer Nacht zu beenden. Der Mann hörte ihm erst ungläubig zu und schließlich akzeptiert er den Vorschlag des Teufels: er würde die Brücke fertigstellen und der Baumeister verpflichtete sich, ihm die Seele des Ersten zu liefern, der die Brücke überquert.

Am nächsten Tag war die Brücke fertig und das staunende Publikum ging dem Baumeister gratulieren. Der Mann riet ihnen, die schöne Brücke vor Sonnenuntergang nicht zu betreten. Nachdem er dies gesagt hatte, schwang er sich auf sein Pferd und ritt sofort nach Lucca, um sich dort vom Bischof beraten zu lassen. Der Bischof sagte, der Baumeister solle sich keine Sorgen machen und den Teufel ruhig die Seele des Ersten, der die Brücke überquert, nehmen lassen, denn der Erste, der über die Brücke überquert, müsse ein Schwein sein.

Und so wurde ein Schwein über die Brücke geschickt. Der Teufel war so wütend, weil er reingelegt wurde, dass er in den Fluss Serchio fiel. Er wurde nie wieder in der Gegend gesehen.

Die Teufelsbrücke von Borgo a Mozzano ist mittlerweile in ganz Italien als Treffpunkt für das Feiern von Halloween berühmt geworden. Zunächst waren es nur ein paar Jugendliche aus der Toskana, insbesondere aus Lucca, Pisa und Livorno, die sich mit ihren Kostümen als Hexen, Monster und Vampire verkleidet dort trafen um in der Nähe dieser schönen und unheimlichen Brücke zu feiern. Seit einigen Jahren dauern die Feierlichkeiten mehrere Tage lang an, vom 29. bis zum 31. Oktober und in Borgo a Mozzano findet heute eine richtige „Halloween Zeremonie” statt.

Caterina Pomini in www.inyourtuscany.com

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