SIENA

Siena liegt 115 km vom Agriturismo I Pitti entfernt, etwa 1,5 Stunden Autofahrt.

Ob man es erreicht, in dem man die grünen Hügel des Chianti hinunterkommt oder vom Süden aus, wo man die „Mondlandschaft“ der Crete durchquert, die vom Grau langsam und weich in Braun übergeht und einen Vorgeschmack auf das verbrannte Gelb der Maremma gibt, Siena offenbart sich wie ein Glissando aus homogenem roten Backstein, robust und kompakt, welches sich längs der Hügel hinauf schlängelt. Es ist der Mantel aus Cotto, der einheitlich alle Dächer der Stadt eindeckt (geschützt durch ein besonderes Gesetz der Gemeinde), der vom Weiten den Eindruck erweckt man stehe vor einer stolzen und uneinnehmbaren Festung. Der Stolz ist tatsächlich der Charakter, der schon immer die Geschichte einer reichen Stadt, kultiviert und kämpferisch, unterscheidet und die wir noch heute in seinen stolzen Bewohnern finden. Einen Stolz, den man an jeder Ecke der gewundenen Straßen des Zentrums, die sich längs der Täler und Hänge um die noble Piazza del Campo, dem wahren pulsierendem Herzen der Stadt, schlängeln, wiederfindet. Der Platz hat eine Muschelform und ist nicht nur wegen des berühmten Palios, der zwei Mal im Jahren stattfindet (am 2. Juli und am 16. August) auf der ganzen Welt bekannt; er dehnt sich an einem Hang aus, genau wissend, dass er einen „Defekt“ hat und damit die Entschlossenheit und die Fähigkeit der Einwohner von Siena hervorhebt, die „raue Natur“ dem eigenen Willen und dem eigenen architektonischen Geschmack zu unterwerfen. Auf dem Platz wacht der schmucklose Torre del Mangia (1338-1348), gut 102 Meter hoch, Symbol der Unabhängigkeit und des Stolzes der Gemeindeverwaltung von Siena und noch heute Sitz der Gemeinde. Aber die Schmucklosigkeit der Gebäude ist eine Eigenschaft der ganzen Stadt, in der es nur so vor antiken Adelspalästen sprichwörtlich wimmelt, Zeugnis für eine Vergangenheit voller heißer Kämpfe um die politische Obermacht und bitteren Streitigkeiten zwischen den verschiedenen Stadtfamilien: Tolomei, Salimbeni (heute Sitz der Monte dei Paschi), Chigi- Saracini, Sansedoni, den Bischofspalast und den Palazzo del Capitano, alle wurden zwischen dem XII. Und XV. Jahrhundert erbaut. Das sind die unübersehbaren Spuren eines „Lokalpatriotismus“, der ein grundlegendes Element der Seele von Siena ist, und die die Basis des stolzen Überlebens der widersprüchlichen Identität und der besonderen Bindung mit dem Territorium ist und das jeder Senese, trotz der starken Touristenströme wirklich als das seine fühlt, wie es sonst nur in wenigen anderen italienischen Städten zu spüren ist. Aber Siena ist auch die Stadt der Heiligen Katharina, Schutzpatronin von Italien und ihre Huldigung zeigt sich in den wunderbaren Kirchen, angefangen beim Dom mit der kostbaren gotischen Fassade (von Giovanni Pisano und Giovanni di Cecco realisiert), eine richtige Schatztruhe, dann die Marmorintarsien des Beccafumi und der angrenzenden Taufkapelle; ohne jedoch die Kirchen von S. Domenico, S. Francesco, S. Maria del Carmine und S. Maria degli Angeli, gotische und aus der Renaissance stammende Schmuckstücke zu vergessen, die, wie die zahlreichen historischen Brunnen, einen weiteren Glanz einer der schönsten und liebevoll erhaltensten Städte von Italien geben.

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