Massa Carrara

Massa - Palazzo Ducale

Wir sind am äußersten Zipfel im Norden der Toskana, fast in der Emilia Romagna eingekeilt und mit Blick auf die prächtigen Cinque Terre Liguri. Eine wunderbare Kreuzung, bei der die Provinz von Massa Carrara der erste nationale Fall ist, bei dem zwei Städte für eine einzige Provinzhauptstadt stehen: Massa und Carrara eben. Ein Boden im Gleichgewicht mit der Harmonie zwischen Erde und Meer, wo die Apuanischen Alpen, schneeweiße Berge aus Marmor, das Salz von dem kurzen und sandigen Küstenstreifen sehen und hören können. Eine Provinz, die dank ihrer glücklichen geografischen Position und der außergewöhnlichen Vielfalt des Territoriums sich dem Reisenden anbietet, um sich entdecken zu lassen.

Unmöglich nicht bei der Lunigiana zu starten, dort hinter den Apuanischen Alpen, dem nördlichsten Teil des Territoriums. Ein Stückchen sehr antiker Erde, reich an Geschichte und Traditionen, das ihre Bekanntheit Luni zu verdanken hat, einem bedeutendem Zentrum in der römischen Epoche. Folgt man dem Verlauf vom Fluss Magra, trifft man auf mittelalterliche Wege, meist noch intakt, die von den Pilgern begangen wurden, um auf der Straße Francigena nach Rom zu gelangen, aber diese Erde kann man nur mit den Apuanischen Alpen erzählen, eine nackte und beeindruckende Bergkette, die nach langen Spaziergängen durch ihre Wälder einen immer wieder fasziniert, mit ein paar Abkürzungen, die den Blick dorthin, zum Meer, wandern lassen. Die gesamte Provinz wimmelt nur so von unzähligen Burgen – oftmals von Schatten voller Geheimnisse und Legenden umhüllt – die bezeugen, was bis vor ein paar Jahrhunderten das unabhängige Fürstentum der Familie Cybo Malaspina war, eine adelige Dynastie, die auch in den Städten von Massa und Carrara ihre beachtlichen Spuren in der Kunst aus der Renaissance und dem Barock hinterließ; dann romanische, würdevolle und stille Pfarrkirchen im Grünen verteilt, wo sich die Pilger, die aus Frankreich, Spanien und aus England usw. kamen, niederknieten… Das Meer liegt immer da, ganz in der Nähe, die Brise erinnert einen daran und sie schenkt ein mildes Klima zu jeder Jahreszeit. Ein antikes Meer, Hafen vieler Seeleute und schon befahren seit den Zeiten der Römer, die aus ihrer Lunigiana einen wertvollen Wein aus den Hügeln exportierten, der noch heute geschätzt wird. Carrara - Accademia delle belle arti

Zum Thema Spezialitäten, dies ist auch die Heimat einer der Delikatessen der italienischen Küche: der Speck von Colonnata, aber außer dem König der Wurstwaren hier eine gastronomische Reise, die sich sehen lässt: Kastanienhonig, Testaroli mit Pesto, Panigacci, ganz frische Pilze, kleine Foccaccia von Aulla, Torte d’Erbi (Kräuterkuchen), Olivenbrot, Kastanienbrot und noch vieles mehr.

Um abzuschließen ist es notwendig darüber zu schreiben, was aus dem Innerem dieser Berge hervorkommt: der Marmor. Jener reiner und kostbarer Stein, der noch heute Reisende anlockt, die kommen, um ihn zu bearbeiten, aber auch nur um den majestätischen Zauber der Brüche zu genießen, die auf diesen Bergen eine der eindrucksvollsten Landschaften in Europa machen.

Eine kurze Anmerkung auch zu den zwei Städten.

Obwohl nur wenige Meilen voneinander entfernt, sind die beiden Städte urbanistisch sehr unterschiedlich: Massa ist von kleinen und unregelmäßigen Straßen reich an Denkmälern gekennzeichnet; Carrara hat eher breite Straßen mit stilvollen Häuser, Plätze, Parks und Gärten. Was dem Besucher sofort auffällt ist die umfangreiche Verwendung von Marmor im ganzen Stadtgefüge: öffentliche Bauten, Wohnhäuser, Pflastersteine, Denkmale, Portale aus Marmor, zahlreiche Werke, die diese beiden Städte in authentischen Freilichtmuseen verwandeln.

Massa ist der konsularischen Straße entlang, die von Pisa nach Luni führte, entstanden und blieb eine lange Zeit unter der Herrschaft der Malaspina zuerst, und ab sechzehnten Jahrhundert der Massa Cybea – einer Familie aus Genua.                                                        In 800, nach der Annexion des Herzogtums an Modena, wurde Massa Ducale benannt. Verpassen Sie nicht in Massa, die charakteristische Piazza degli Aranci, von Elisa Baciocchi, Herzogin von Massa und Napoleons Schwester gebaut. Auf dem Platz ist der prächtige Palazzo Ducale (XVI Jhd.), gebaut von Alberico Malaspina und jetzt Sitz der Provinz. Nicht weit entfernt, die elegante weiße Kathedrale aus Marmor und etwas höher, das Schloss Malaspina- ein Balkon mit malerischem Blick auf die Stadt und das Meer.

In Carrara, der große Piazza Alberica mit Pflastersteine aus Marmor, die das Rad, Wappen der Stadt, darstellen, und nicht weit der vom Dom Sant’Andrea, XI – XIV Jhd., in abgeschiedener Lage, fast versteckt.
Von großem Interesse, die Piazza Gramsci, die mit seinen Monumenten, die Geschichte und die Besonderheiten des Gebiets umfasst. Tatsächlich befinden sich hier die Akademie der Bildenden Künste, im Jahre 1769 von Maria Teresa d’Este gegründet, die unter dem Fürstentum Baciocchi viele Skulpturen mit Porträts der Familie Bonaparte produzierte, die eine bedeutende Rolle in Napoleons Propaganda in den europäischen Ländern spielten.
Im Platz befindet sich auch das große Denkmal an drei berühmte Bürger: an Alberto Meschi – der die anarchisch-syndikalistischen Kämpfe der Arbeiter der Steinbrüche organisierte -, am Bildhauer Pietro Tacca, und am Ökonomist und Philosoph Angelo Pellegrino Rossi .

Sehr eindrucksvoll ist die Piazza delle Erbe, wo seit alten Zeiten der Gemüsemarkt stattfindet, und wo auch der Palast der Familie Diana – eine der führenden Marmorlieferanten für den Bau vom Petersdom in Rom – ist.

Gleich außerhalb der Stadt befinden sich die Marmorbrüche die man durch enge Tunnel in den Bergen erreicht.

Nur zwei Kilometer von Carrara, befindet sich das Dorf Torano von Kastanienbäumen und dem spektakulären Panorama von den Steinbrüchen umgeben. Der Name kommt von den Bullen die für den Marmortransport verwendet waren.

Ein Besuch im Steinbruch Museum Fantiscritti – von Walter Dänen gegründet nach vierzig Jahren Forschung, um die Geschichte und Kultur des Carrara-Marmor zu verbreiten, sollte man nicht verpassen.

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