S. Gimignano – New York des Mittelalters

Vista S. Gimignano

Für den Tourismus gibt es natürlich die beiden Hochburgen Siena und Florenz, doch S. Gimignano, steht für höchste Pracht und ist etwa eine Stunde Autofahrt vom Agriturismo I Pitti entfernt.

Die Stadt, die auf einer etruskischen Besiedelung erbaut wurde, etwickelte sich  im 9. bis 11. Jahrhundert, bei der Hauptachse der „via Romea”, die Rom mit den transalpinen Provinzen verband, und von der man in Val d`Elsa auf die „via Pisana” kam.

Die charmante Stadt übernahm den Namen des heiligen Bischof von Modena, S. Gimignano, der das Dorf von den barbarischen Horden rettete.

Der erste einfache Kern entstand zwischen den beiden Verbindungspunkten nahe dem Schnittpunkt, „la collinetta della Torre” (wo später das bischöfliche Castello erbaut wurde) und Montestaffoli, zukünftiger Sitz einer jahrhunderte dauernden Macht. Es existierten fast neun Gästehäuser für Kaufleute, die täglich in der Stadt ankamen und in Bezug auf die stabile Bevölkerung versuchte jede Familie ihren Ruhm und Wohlstand zum Ausdruck zu bringen, indem sie einen Turm unmittelbar neben dem Haus errichtete: diese schnellen Erbauungen, heute sind sie jedoch größtenteils verschwunden, erreichten die stattliche Anzahl von 72 Türmen.

Schreckliche Ereignisse wie Pest und Hungersnöte dezimierten die Bevölkerung und viele der Gebäudestrukturen brachen zusammen. Dies ist eine Stadt, wo man noch die Atmosphäre der Vergangenheit atmen kann. Umgeben von postkartenidyllische Landschaft, ziellos unter den Türmen von San Gimignano zu wandern, die unverwechselbare Skyline zu genießen, ist wie einen 1000 Jahre Sprung zurück in der Vergangenheit.
Der vornehme Charme der Straßen und Gassen abwechseln sich mit alten und angesehenen Gebäuden, Plätzen, Kirchen, Klöster und Museen.

Aus architektonischer und städtischer Sicht zeigt S. Gimignano eine szenarisch besondere Perspektive; ebenso auch die angrenzenden beiden Piazza, die „Piazza della Cisterna” und die „Piazza del Duomo” (oder „della Collegiata“), zu denen sich die Stadt öffnet.

Beide haben unregelmäßige Formen und werden durch mächtige architektonische Steinmassen aus Türmen begrenzt: diese Letzten (15 übrig gebliebenen) enthalten eine Ziegelpflasterung im Fischgrätmuster, charakteristisch für das Mittelalter.

„La Collegiata” hingegen weist eine trapezförmige Gestaltung auf und ist das Zentrum des politischen und religiösen Lebens, „La Piazza della Cisterna”, benannt nach der Zisterne, die in der Mitte im Jahre 1273 (später 1346 erweitert) errichtet wurde, um das Regenwasser zu sammeln, war in alter Zeit das alte Zentrum der Märkte und der Feste. Die Zisterne, eine achteckige Form, bildet eine Art eleganten Kontrast, der sich harmonisch mit der dreieckigen Geometrie der Piazza verbindet. Diese Gestaltung ergibt sich durch die Lage der Wohnungen der alten Familien des Ortes (wie die Ardinghelli), der Turm der Becci und der Palazzo Cortesi.

Die alte Zisterne ist aber immer noch gut erhalten und fast ein „Muss”, einmal für die Schönheit des Platzes, um sie zu fotografieren, und immer noch erweckt die Zisterne eine Welt des Mittelalters. Man kann hier aber auch für einen Moment die Augen schließen und Abstand gewinnen.

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